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Salzbergwerk Hallein

Der Salzsee in den Salzwelten Salzburg/Bad Dürrnberg gibt eine von Jahrtausenden überlagerte Geschichte preis.

Der Salzbergbau am Dürrnberg hat seine durch archäologische Funde nachweisbaren Anfänge im 6. Jahrhundert vor Christus. In der mehr als zweieinhalbtausendjährigen Tradition wurde die Technik des Salzabbaus in vielen Einzelschritten weiterentwickelt. Sie bietet heute ein Höchstmaß an Sicherheit für die im Bergbau tätigen Menschen.
Das war nicht immer so. Sicherheitsmaßnahmen waren oft nicht technischer Natur, die Bergleute vertrauten vielmehr auf eigene Wachsamkeit und auf das notwendige Quentchen Glück.
Der unterirdische Salzsee im Salzbergwerk am Dürrnberg hat nun eine von jahrtausenden überlagerte Geschichte preisgegeben.
Bei der Fahrt mit dem Floß über den Salzsee, dem mystischen Herzstück des Bergwerkes, ist der Besucher mitten im Geschehen, am Puls des Bergmannes. Das Anzünden der Kienspäne hat zuvor den Aufbruch der Bergleute zur Arbeit und den Gang in das Bergesinnere verkündet. Gemeinsam mit einer kleinen Gruppe von Arbeitern ringt er dem Haselgebirge mit gleichmäßigen Schlägen seiner Haue das Salz in kleinen Brocken ab. Das plötzlich herab rieselnde Salzgestein wird als Warnsignal verstanden, hastig verlassen die Bergleute ihre Arbeitsstätte – bis auf den einen Bergmann, der tiefer im Bergesinneren arbeitet. 
Das Feuer seines Kienspans, das durch den Luftzug kurz flackert, beruhigt sich wieder und so geht auch er weiter seiner Arbeit nach. Vielleicht hat er ähnliches schon zu oft erlebt. Er ignoriert die Warnungen des Berges bis ein Einsturz in verschüttet und ihn im Salz einschließt. Der Kienspan verlöscht, der letzte Herzschlag verklingt. Die Floßfahrt der Besucher geht weiter, sie hat mit dem Licht des Kienspans begonnen und führt durch Dunkel wieder ins Licht.